Coaching

Lexikon

Gina Friedrich | Dein Business, Career & Life Coach in Düsseldorf.

WIE LÖSE ICH MEIN PROBLEM? 

Du hast doch eigentlich vor, eine berufliche oder persönliche Veränderung zu wagen, aber irgendwie kamst Du dabei bisher keinen Schritt weiter?

 

Manchmal sind wir tatsächlich gefangen in unseren Denk- und Problemmustern. 

Wir hindern uns zum Beispiel oft schon durch unsere bisherige Beschreibung unseres „Problems“ daran, die uns eigentlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu erkennen und zu beleuchten.

 

(Ich habe mich hier übrigens ganz bewusst dafür entschieden, auch das Wort „Problem“ zu nutzen, auch wenn ich sonst gern von Herausforderungen spreche oder man es auch Hindernis oder eine „zu lösende Aufgabe“ nennen kann.)

 

In diesem Artikel gibt es für Dich und Deine Problemsituation 6 Impulse zum Querdenken. Ich lade ich Dich dazu ein, 

  1. das, was Dich bisher an der Erreichung Deines Zieles gehindert hat, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, so 

  2. alle Bestandteile Deiner Situation zu beleuchten und 

  3. zu neuen Lösungsansätzen zu kommen. 

6 Impulse zum Querdenken beim Lösen von Problemen

 

1. Niemand hat ein Problem, wenn er/sie nirgendwo? hin will

 

Was genau ist also Dein Ziel? Frage Dich:

 

  • Wohin soll es gehen?

  • Was genau soll anders werden und an die Stelle des „Problems“ rücken?

  • Woran würde ich merken, dass es sich gelöst hat?

  • Und woran würde es eine mir nah stehende Person erkennen, dass ich mein Ziel erreicht habe?

 

Verleihe Deinen Antworten Kraft und Deutlichkeit durch eine positive Formulierung (also z.B. „ich bin dann glücklich“ statt „ich bin nicht mehr unglücklich“). Das Ziel darf hierbei noch unscharf sein, es darf auch eine Richtung sein, in die es für Dich gehen soll. 

 

 

2. Die im Problem versteckten Ressourcen und Helfer

 

Wenn Dir auf Deinem Weg zum Ziel ein dicker Felsbrocken im Weg liegt, gibt es also ein Hindernis, dass überwunden werden will. Und nehmen wir an, dass in jedem Hindernis auch ein „Helfer“, eine verdeckte und für die Zukunft wichtige Ressource steckt, frag Dich:

 

  • Welche ähnlichen Hindernisse habe ich in der Vergangenheit schon gemeistert und welche wichtigen Erfahrungen ergaben sich daraus für mich?

  • Welche wertvolle Ressource könnte sich durch die Überwindung dieses Hindernisses zeigen? Was könnte ich daraus mitnehmen, das mir für meinen weiteren Weg eine Hilfe sein würde?

  • Womit müsste ich fertig werden, wenn dieses Hindernis verschwunden wäre?

 

Erkennst Du, welch wertvolle Erfahrung und Schutzfunktion in der zu lösenden Situation steckt, kann sich das darin liegende Potenzial ganz auf Dein Ziel hin ausrichten 

 

 

3. Welches Hindernis steht im Weg?

 

Mit dem 1. Punkt hast Du nun die Richtung, in die es gehen soll, etwas in den Fokus gerückt. Mit dem 2. Punkt hast Du in der Überwindung Deines Hindernisses versteckte Ressourcen und Helfer sichtbar gemacht. 

 

Und nun stehst Du da und es geht irgendwie nicht voran, irgendwas blockiert Dich. Weil uns nicht immer die einfache Frage „Welches Hindernis steht im Weg?“ dabei hilft, die sich für uns daraus ergebende und zu lösende Aufgabe zu greifen, versuche doch mal einen neuen Weg:

 

  • Wodurch könnte ich besonders zuverlässig erreichen, dass das Problem nicht gelöst wird?

  • Wenn es mir nun gelungen ist, die Zielerreichung zu vermeiden, wodurch könnte ich die Sicherheit dieser erfolgreichen Zielvermeidung noch erhöhen?

 

Durch diese zugegeben recht quer gedachten Fragen findest Du heraus, wie Du bisher die Lösung Deines Problems erfolgreich verhindert hast und wirst zudem auf eine Menge an möglichen „Verschlimmerungen“ aufmerksam, die Du erfolgreich gemieden hast! Auch das ist eine Fähigkeit, die Du wertschätzen darfst.

 

 

4. Vorhandene aber bisher ungenutzte Ressourcen

 

Du hast also ein Ziel oder ein Anliegen, welches Du erreichen möchtest. Und setzen wir voraus, dass es sich hierbei nicht um ein prinzipiell unlösbares Problem handelt (z.B. ohne jegliches Risiko eine Firma aufbauen zu wollen). Etwas als ein Problem in Erwägung zu ziehen heißt dann nämlich, dass wir schon akzeptiert haben, dass wir noch nicht oder nicht ausreichend unsere vorhandenen Ressourcen genutzt haben! Frag Dich:

 

  • Welche meiner Stärken und Fähigkeiten könnten mir behilflich sein, um ans Ziel zu kommen? 

  • Wie könnte ich die bereits teilweise genutzten Stärken noch produktiver und zielgerichteter einsetzen?

  • Welche Möglichkeiten und Formen der Zusammenarbeit mit anderen habe ich bisher nicht ausreichend genutzt?

  • Was könnte ich fortan vielleicht sogar weglassen, um Freiraum zu gewinnen?

 

Du bist Dir nicht sicher, ob Du Deine Stärken genau kennst? Finde es unbedingt heraus! Stelle sie Dir vor als Deinen individuellen Werkzeugkoffer, der Dir dabei hilft, den für Dich bestmöglichen Weg zum Erfolg zu ermitteln. Besuche www.gina-friedrich.com/was-sind-meine-staerken - dieser Beitrag wird Dir dabei helfen!

 

 

5. Wofür es gut war, das Problem noch nicht gelöst zu haben

 

Kein Problem könnte sich über längere Zeit festigen, wenn es für Deinen Kontext und/oder im Zusammenspiel mit anderen nicht auch etwas gibt, dass Du durch diese Problemsituation „gewinnst“. Und wenn Du diesen verdeckten Gewinn nicht in Dein Blickfeld rückst und wertschätzt, ist die Chance groß, dass Du erneut in Deine Problemsituation zurückfällst. 

 

So kann es z.B. von Vorteil gewesen sein, ein schwieriges Gespräch innerhalb des Projektteams kurzfristig hinausgezögert zu haben, bis ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde. Die Verzögerung war sozusagen zunächst eine Art „Hilfsmittel“ für die Zielerreichung des Teams, da es in dieser wichtigen Phase durch diesen Konflikt nicht auseinandergebrochen ist. Dies aber weiterhin hinauszuzögern würde das Team und seine Arbeit dann aber ineffektiv werden lassen…


Somit musst Du Dich beim Lösen eines Problems auch immer bewusst dafür entscheiden, auf etwas zu verzichten, etwas aufzugeben. Es gibt sozusagen einen Preis. Und nur wenn es Dir gelingt, diesem Preis aktiv zuzustimmen, wird Dir das, was nun möglich werden kann, kostbar sein. 

 

Frag Dich hierfür:

 

  • Wofür war es gut, welche Vorteile habe ich dadurch, noch nicht am Ziel zu sein?

  • Wofür ist dieses Problem in meiner derzeitigen Situation nützlich?

  • Womit müsste ich zurechtkommen, wenn ich dieses Hindernis schon überwunden hätte?

 

 

6. Das, was nach dem Problem dran ist

 

Nachdem ein Problem gelöst bzw. die Herausforderung gemeistert wurde, stellt sich im Anschluss daran in der Regel eine neue Aufgabe. Es ist hilfreich, sie an dieser Stelle schon mit als einen Bestandteil Deiner derzeitigen Problemsituation zu berücksichtigen.

 

Du kannst diese bevorstehende Aufgabe durch diese Fragen herausarbeiten:

 

  • Was wird dran sein, nachdem ich die Herausforderung erfolgreich gemeistert habe?

  • Wer wäre ggf. nicht so erfreut, wenn ich bereits Erfolg gehabt hätte?

  • In welchem weiteren Rahmen von Plänen und Zielen ist dieses aktuell gesetzte Ziel für mich wichtig?

  • Womit müsste ich fertigwerden, wenn ich schon Erfolg gehabt hätte?

 

Gedanke zum Schluss:

 

Du kannst das Dir gerade gesetzte Ziel als ersten Schritt und die künftige Aufgabe als zweiten Schritt ansehen. Wichtig ist: All die vielen Selbsthilfebücher und „in x Schritten ans Ziel“- Anleitungen lassen es alles oft so leicht aussehen und geben uns dann oft eher noch das Gefühl, zu versagen. Wir denken dann „Es ist doch sooo einfach, wie es hier beschrieben steht! Und trotzdem bin ich unfähig, mein Problem zu lösen, ein Verhalten zu ändern oder ans Ziel zu kommen!“. 

 

Es ist eben NICHT so leicht, wenn wir uns in Veränderungsphasen befinden, uns neuen Herausforderungen stellen oder Hindernisse auf unserem Weg überwinden müssen. Vor allem, wenn wir das Ganze nur mit uns selbst ausmachen. Du darfst dies als einen Prozess sehen, und diese oben genannten Punkte und die dadurch erarbeiteten Erkenntnisse sind hierbei ein ganz wichtiger und wertvoller Schritt auf Deinem Weg.

 

In Anlehnung an: Buch „Ganz im Gegenteil“, v. Kibéd & Sparrer

 

DEIN COACH IN DÜSSELDORF

Ich bin Gina Friedrich und als Coach unterstütze ich Menschen, die ihren Weg nicht (mehr) dem Zufall überlassen wollen. Ich helfe ihnen dabei, ihre Möglichkeiten zu beleuchten, Entscheidungen bewusst zu fällen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. 

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